Wer jetzt noch zögert und laviert, hat den Ernst der Lage in unseren Kitas und Schulen nicht begriffen

Zu: StZ, 21.01.2021, Notbetreuung für Kita- und Schulkinder: Stuttgarter Erzieher fordern mehr Infektionsschutz

 

 

Reich-Gutjahr: Wer jetzt noch zögert und laviert, hat den Ernst der Lage in unseren Kitas und Schulen nicht begriffen

 

Zur Forderung der Stuttgarter Erzieherinnen und Erzieher, Ministerin Susanne Eisenmann möge klare Regelungen zur Notbetreuung definieren und einen besseren Infektionsschutz für Erzieherinnen, Erzieher und pädagogische Fachkräfte garantieren, erklärte Gabriele Reich-Gutjahr, Stuttgarter Abgeordnete der FDP-Landtagsfraktion:

 

„Die explizite Forderung vieler Erzieherinnen, Erzieher und pädagogischer Fachkräfte an Ministerin Susanne Eisenmann, endlich klar definierte Vorgaben und Regelungen für die Notbetreuung in Kitas und Schulen zu erhalten, ist so nachvollziehbar wie legitim und verdient eine rasche Berücksichtigung.

 

Schon viele zu lange versäumt die Kultusministerin hier ein detailliertes, landesweit verbindliches Regular zu schaffen und das auf Kosten jener, die sich im Interesse der Kleinsten bereit erklären, ein erhöhtes Infektionsrisiko in ihrem beruflichen Alltag auf sich zunehmen. Wer glaubt, Erzieherinnen, Erzieher und andere Pädagogen könnten im Umgang mit Kleinkindern immer ausreichend Abstand halten, erliegt einer Illusion. Das in diesem Bereich immer noch keine FFP 2-Masken zum Präventionsstandard zählen, spricht Bände.

 

So sehr wir Freien Liberalen im Landtag dafür plädieren, die Kinderbetreuung und die Grundschulen in Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen ab dem 1. Februar zumindest schrittweise wieder zu öffnen, so sehr beharren wir auch auf eine plausible, gut durchdachte und vor allem praktikable Öffnungsstrategie. Ein tragfähiges Hygienekonzept ist dafür unerlässlich, ein verbindliches Konzept für die Notbetreuung nicht minder. Parallel dazu müssen unverzüglich Mittel speziell für die Installation von Luftfilteranlagen in Klassenzimmern und in Räumen der Kindertagesbetreuung bereitgestellt werden. Das wären erste, sinnvolle Schritte auf dem Weg zu einer reflektierten Protektionsstrategie in unseren Kitas und Schulen. Wer jetzt noch zögert und laviert, hat den Ernst der Lage nicht begriffen.“