Night of Light in Stuttgart – „Alarmstufe Rot“ für Veranstalter, Kulturbetriebe und Künstler

Night of Light in Stuttgart – „Alarmstufe Rot“ für Veranstalter, Kulturbetriebe und Künstler

 

Die Veranstaltungsbranche vermeldet „Alarmstufe Rot“ und wer wollte es ihr verdenken? Ohne Publikum und zahlenden Gäste erwartet zahlreiche Veranstalter, Kulturbetriebe und Künstler über kurz oder lang die Insolvenz.

Kulturelle Vielfalt hat ihren Preis und es ist in unser aller Interesse, die vitale Kultur- und Kunstszene zu bewahren. Wir alle können persönlich ein Zeichen der Solidarität setzen, Online-Veranstaltungen „aufsuchen“ oder einen „Förder-Obolus“ entrichten, in welcher Größenordnung auch immer.
Ohne staatliche Hilfen geht es aber nicht. Bis Ende Mai flossen mit den ersten Soforthilfen 75 Mio. Euro des Landes an Soloselbständige im Kulturbereich.

 

Bereits vor 5 Wochen hatte die Landesregierung weitere finanzielle Hilfen in Aussicht gestellt. Seitdem drängen wir seitens der FDP/DVP Fraktion darauf, diese zügig auszubringen. Wer mit dem Rücken zur Wand steht, kann nicht ewig warten.

Heute wurden nun endlich Mittel im Umfang von 50 Mio. Euro aus der Corona-Rücklage des Landes im Kabinett beschlossen für Kulturschaffende und die Institutionen, die dahinter stehen: Das Programm wird aus drei Teilen bestehen:.

 

  • einem Nothilfefonds im Umfang von 32,5 Mio. Euro soll wirtschaftlich gefährdeten Kunst- und Kultureinrichtungen sowie Vereinen der Breitenkultur geholfen werden
  • Mit einem Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“, ausgestattet mit 7,5 Mio. Euro, werden besondere Angebote und Formate gefördert, die trotz der aktuellen Beschränkungen und unter Einhaltung der bestehenden Auflagen umgesetzt werden können. Kultureinrichtungen, Amateurvereine sollen dabei ganz eng mit freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern zusammenarbeiten. Gefördert werden unter anderem Künstlerhonorare und Corona-bedingte Mehrkosten.
  • 10 Mio. Euro sollen zur Existenzsicherung der in Landesverbänden organisierten Vereine der Amateurmusik, des Amateurtheaters, der Heimatpflege sowie weiterer Vereine der Breitenkultur eingesetzt werden

Lichtblick auch für die Messen im Land: Sie sollen vom 1. September an wieder richtig öffnen dürfen statt wie bisher mit maximal 500 Teilnehmern. Das schafft auch Beschäftigung für Kunst und Kulturschaffende und alle, die im Eventbereich tätig sind. Voraussetzung ist, dass die Infektionslage weiter entspannt bleibt und die entsprechenden Hygienevorgaben eingehalten werden. Hier sind wir alle gefordert.

Die „Night of light in Stuttgart“ wurde offenbar erhört. Ein Lichtblick – auch angesichts der Krawalle vom letzten Samstag, die in unserer liberalen Stadt keinen Platz haben dürfen.