Gastronomie und Einzelhandel sind existentiell gefährdet und verdienen jede denkbare Unterstützung

Zu: StZ, 07.05.2020, Coronakrise in Stuttgart, „Mietstundung führt zu Schuldenberg“

 

 

Reich-Gutjahr: Gastronomie und Einzelhandel sind existentiell gefährdet und verdienen jede denkbare Unterstützung

 

Zur Berichterstattung der StZ, die Stadt biete als Vermieterin, im Sinne einer Überlebenshilfe für Gastronomie und Einzelhandel, die zinslose Stundung von Mieten an, derweil die betroffenen Händler und Gastronomen eine vorübergehende, krisenangepasste Mietsenkung forderten, erklärte Gabriele Reich-Gutjahr, Stuttgarter Abgeordnete und wirtschaftspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion:

 

„Die vielen Wochen der Schließung fordern ihren hohen Tribut. Nun muss zügig die vollständige Öffnung kommen. Gastronomie und Einzelhandel sind existentiell gefährdet und verdienen jede denkbare Unterstützung. Insbesondere in der Anfangsphase der Öffnungen entscheidet sich, welche Entwicklung Gastronomie und Einzelhandel in Stuttgart nehmen. Der Wunsch nach vertretbaren Mietminderungen ist nachvollziehbar und legitim. Wenn wir nicht wollen, dass unsere Innenstädte zu verwaisten, leblosen Zonen werden, die jede Attraktivität einbüßen, müssen wir in dieser brisanten Situation Solidarität üben mit unseren Gastronomen und Einzelhändlern, die schwer an den Folgen der Epidemie zu tragen haben.“

 

Die Stundung von Mieten wie sie beispielsweise die Stadt gewähre, sei, so Reich-Gutjahr, zwar eine Geste des guten Willens, vertage jedoch nur das Problem. Langfristig sei dem Einzelhandel und der Gastronomie damit nicht wirklich geholfen. Die Schulden wüchsen weiter und am Ende drohe die Insolvenz. Umso mehr hoffe sie, die Stadt und auch das Land werde sich dazu entschließen, Mieten, und sei auch nur temporär, spürbar zu reduzieren, „denn dann“, ist sich Reich-Gutjahr sicher, „erhalten Gastronomie und Einzelhandel mehr Zeit, sich von den Verlusten zu erholen und ihre Geschäfte zu konsolidieren.“