Rasche, unkomplizierte Unterstützung für Kliniken ist jetzt das Gebot der Stunde

Zu: StZ, 26.03.2020, „Stuttgarter Kliniken sehen sich bedroht“

 

 

Reich-Gutjahr: Rasche, unkomplizierte Unterstützung für Kliniken ist jetzt das Gebot der Stunde

Eine existentielle Gefährdung unserer lokalen Kliniken, die alles unternehmen, um der drohenden Krise gewachsen zu sein, muss um jeden Preis verhindert werden

 

 

Zur Kritik und Forderung der Stuttgarter Kliniken, die finanziellen Zusagen von Gesundheitsminister Jens Spahn seien unzureichend und das Covid-19-Krankenhausentlastungsgesetz in seiner jetzigen Form müsse gestoppt werden, erklärte Gabriele Reich-Gutjahr, Stuttgarter Abgeordnete der FDP-Landtagsfraktion:

 

„Die Kritik der Stuttgarter Kliniken ist mehr als nur legitim. Eine existentielle Gefährdung unserer lokalen Kliniken, die alles unternehmen, um der drohenden Krise gewachsen zu sein, muss um jeden Preis verhindert werden.

 

Rasche, unkomplizierte Unterstützung ist das Gebot der Stunde. Jetzt bürokratische Hürden zu errichten, darf nicht die Antwort sein auf jene sorgenvollen Appelle von Klinik-Verantwortlichen, Ärztinnen, Ärzten, Pflegerinnen und Pflegern, die uns immer häufiger erreichen.

 

Die Risiken defizitärer Finanzmittel und Materialressourcen sind eminent hoch. Dringend benötigtes Material, so z. B. Schutzmasken und -anzüge, werden, zu einem raren und teuren Gut. Kliniken, aber auch Alten- und Pflegeheime haben berechtigte Sorge, Corona-Präventionsmaßnahmen und -Hygienestandards nicht angemessen umsetzen zu können. Sollte es nicht gelingen, dringend benötigten Nachschub verbindlich zu organisieren und Lieferengpässen und überhöhten Preisen Herr zu werden, führt das zu absehbaren Konsequenzen. 

 

Diese großen Herausforderungen bedingen rasche und praktikable Lösungen und – nicht zuletzt – eine solide Finanzierungsgrundlage, die unseren Kliniken die Gewissheit gibt, auch nach der Krise ihren Betrieb weiter aufrechthalten zu können. Alles andere wäre fatal.“