Maßnahmen zum Artenschutz sollten nicht dem Prinzip des Zufalls, sondern der Logik folgen

Zu: StN, 10.12.2019, „Eidechsen werden zum Risiko für Baufirmen“

 

Reich-Gutjahr: Maßnahmen zum Artenschutz sollten nicht dem Prinzip des Zufalls, sondern der Logik folgen

 

Zur Berichterstattung der StN, Eidechsen würden zum Risiko für Baufirmen und seien der Albtraum für Bauherren, erklärte Gabriele Reich-Gutjahr, wohnungsbaupolitische Sprecherin und Stuttgarter Abgeordnete der FDP-Landtagsfraktion:

 

„Der exemplarische Fall in Feuerbach dokumentiert, mit welchen Problemen und Unwägbarkeiten sich mittlerweile Bauherren in Stuttgart konfrontieren müssen. Sollte jetzt selbst ein positiver Bescheid des Baurechts- und Planungsamts für ein Baugesuch keine Garantie mehr sein, ein Grundstück bebauen zu dürfen, wird es abenteuerlich.

 

Wenn Mitarbeiter des Amts für Umweltschutz, wie in diesem Fall, auf Flächen ein Habitat für Mauereidechsen identifizieren, wo bereits eine Habitatpotenzialanalyse zu einem konträren Ergebnis kam, wird es bald keine Bauherren mehr geben, die sich auf das Wagnis Bauen in der Landeshauptstadt einlassen.

 

Maßnahmen zum Artenschutz sind wichtig, doch sollten sie mit Vernunft und Augenmaß erfolgen. Umso mehr hoffe ich, dass bei der Wohnraum-Allianz über Artenschutzpläne ein Weg gefunden wird, der zur Vereinfachung von Bauvorhaben führt. Nirgendwo ist der Bedarf an Wohnungen größer als in der Region Stuttgart.“