Ohne geeignete Infrastruktur bleiben Brennstoffzellen-Hybridbusse die Ausnahme, wo sie längst die Regel sein könnten

PRESSEMITTEILUNG

 

 

Zu: „Brennstoffzellen-Hybridbusse im ÖPNV der Region Stuttgart“

 

Reich-Gutjahr: Ohne geeignete Infrastruktur bleiben Brennstoffzellen-Hybridbusse die Ausnahme, wo sie längst die Regel sein könnten

Welche Bedeutung den Themen Wasserstoff und Brennstoffzelle für eine saubere Mobilität der Zukunft zukommt, diskutieren ab heute Experten auf der f-cell Fachkonferenz in Stuttgart

 

Die Antwort der Landesregierung auf ihre Kleine Anfrage zu „Brennstoffzellen-Hybridbusse im ÖPNV der Region Stuttgart“ (s. Anlage) kommentiert Gabriele Reich-Gutjahr, die Stuttgarter Abgeordnete und wirtschaftspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, w.f.:

 

„Es verwundert doch sehr, dass nach den guten Ergebnissen des noch in der CDU/FDP-Ägide initiierten Hybridbus-Projekts die grün geführte Landesregierung keine Ambition erkennen ließ, dieses Thema schneller voranzutreiben. So wurde weder die Anzahl der Brennstoffzellen-Hybridbusse nennenswert erhöht, noch wurden Maßnahmen ergriffen, um dieser bei LKW und Bussen dem batterieelektrischen Antrieb überlegenen Technologie eine geeignete Basis zu sichern. Statt Stuttgart zügig zur Modellregion für Brennstoffzellenbusse auszubauen, passierte lange wieder einmal nichts.

 

Obgleich die Landesregierung die Brennstoffzelle als ideale Antriebsform rühmt, versäumt sie, eine dafür notwendige Infrastruktur zu schaffen – und das seit Jahren. Stattdessen soll nun eine Arbeitsgruppe im Rahmen des Strategiedialogs Automobilwirtschaft wichtige Einsichten bringen. Die Stadt setzt derweil auf einen unverbindlichen ,Letter of Intent‘ mit Bushersteller und SSB, um vorgeblich rasch weitere Brennstoffzellen-Hybridbusse zu den bislang vier im Einsatz befindlichen zu ermöglichen.

 

Beide Initiativen dürften an der grundsätzlichen Problematik wenig ändern. Solange es keine ausreichende Anzahl öffentlicher Wasserstoff-Tankstellen gibt, bleibt eine angemessene Nutzung dieser zukunftsweisenden Technologie auf der Strecke.

 

Dabei ist Stuttgart bereits seit 2001 Veranstaltungsort für die f-cell, auf der die neuesten Erkenntnisse zu Technologien, Märkten und Industrien ausgetauscht werden. Es ist an der Zeit, dass Baden-Württemberg endlich auch der Ort wird, an dem die Potentiale der Brennstoffzelle mit Volldampf genutzt werden.“