Stuttgart als Wirtschafts- und Technologiestandort von Weltrang ist einmal mehr kompromittiert

Zu: StN, 16. Juli 2019, „Posse: Expressbus in der Staufalle“ und „Revanchefoul“

 

 

Reich-Gutjahr: Stuttgart als Wirtschafts- und Technologiestandort von Weltrang ist einmal mehr kompromittiert

Genauso schlimm wie der entstandene Reputationsschaden ist die verheerende Wirkung auf alle Autofahrer, die darüber nachdenken, vermehrt auf den ÖPNV umzusteigen

 

Zur Berichterstattung der StN, mit der jetzt ausgebremsten Buslinie X 1 habe sich Stuttgart einen der vorderen Plätze im Schwarzbuch der Steuerverschwendung gesichert, erklärte Gabriele Reich-Gutjahr, Stuttgarter Abgeordnete der FDP-Landtagsfraktion:

 

„Über Sinnhaftigkeit und Nutzen der X 1 Expressbuslinien zur Verkehrs- und Emissionsreduktion in der Stuttgarter Innenstadt und insbesondere am Neckartor wurde in der Vergangenheit viel diskutiert. Die damit verbundenen Erwartungen waren fraglos von Beginn an übersteigert, doch was jetzt geschieht, konterkariert selbst den geringsten Nutzen, der sich mit diesem Prestigeprojekt des grünen Verkehrsministers verbindet.

 

Wenn Minister Hermann erklärt, man könne jetzt entspannt mit dem Bus auf einem eigenen Fahrstreifen am Stau vorbeifahren, während dieser im Stau verharrt, so spricht das Bände. 2,5 Millionen Euro öffentlicher Gelder für eine Buslinie auszugeben, ist das eine, sie jetzt an Abstimmungsschwierigkeiten zwischen Land und Stadt scheitern zu lassen, etwas ganz anderes.

 

Stuttgart als Wirtschafts- und Technologiestandort von Weltrang ist damit in der öffentlichen Wahrnehmung einmal mehr kompromittiert. Nachdem die grün geführte Landesregierung alles getan hat, Stuttgart als schmutzigste Stadt der Republik zu ,profilieren‘, scheitert nun auch noch die grün regierte Stadtverwaltung daran, funktionierende Ampelanlagen im ÖPNV sicherzustellen.

 

Es bleibt nur zu hoffen, dass die Lösung im September wirklich steht, sonst werden ÖPNV-Nutzer weiter frustriert. Genauso schlimm wie der entstandene Reputationsschaden ist die verheerende Wirkung auf alle Autofahrer, die darüber nachdenken, vermehrt auf den ÖPNV umzusteigen. Auf diese Weise wird der ÖPNV denkbar schlecht beworben und das ist nun wirklich verzichtbar.“