Nicht 1800, sondern 5000 neue Wohneinheiten wären in Stuttgart erforderlich

Zu: StN, 24.06.2019, „Zahl der neuen Wohnungen wieder stark gesunken“

 

 

Reich-Gutjahr: „Nicht 1800, sondern 5000 neue Wohneinheiten wären in Stuttgart erforderlich“

Wunschdenken der Stadt und soziale Realität differieren erheblich

 

Zur Berichterstattung der StN, die Zahl der neuen Wohnungen sei in Stuttgart wieder stark gesunken, erklärte Gabriele Reich-Gutjahr, Stuttgarter Abgeordnete und wohnungsbaupolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion:

 

„Selbst wenn OB Kuhn sein erklärtes Ziel von 1800 neuen Wohnungen pro Jahr tatsächlich erreicht hätte, würde das an der prinzipiellen Wohnungs- und Mietmisere in Stuttgart wenig ändern. Die aus der Prognos-Studie abgeleiteten Zahlen für Stuttgart lassen erkennen, dass der Bedarf in Stuttgart nicht mit 1800, sondern circa 5000 Wohneinheiten zu beziffern ist. Wunschdenken der Stadt und soziale Realität differieren demnach erheblich.“

 

Um eine tragfähige Lösung zu schaffen, müsse die Stadt von ihrer bislang restriktiven Flächenpolitik Abstand nehmen, neue Bauflächen ausweisen und nicht länger auf die Netto-Null beharren, betonte Reich-Gutjahr. Auch ein gezielter Bürokratieabbau im Wohnungsbausektor sei unerlässlich, um wieder mehr private Investoren für den Bau von Immobilien zu gewinnen. „Sonst“, so die Stuttgarter Abgeordnete, „wird das große Defizit auf dem Wohnungsmarkt den Wirtschaftsstandort Stuttgart gravierend schwächen.“ Das Wohnraumangebot entscheide maßgeblich darüber, ob qualifizierte Arbeitskräfte nach Stuttgart kämen oder nicht, und das wiederum sei bedeutsam für die Entwicklung und Zukunft der ganzen Stadt, ist sich Reich-Gutjahr sicher.