OB Kuhn hat viel zu wenig getan, um die prinzipielle Wohnungsmisere in Stuttgart einzudämmen

Zu: StN, 04.03.2019, „Wohnen: Notfälle nehmen drastisch zu“

 

 

Reich-Gutjahr: „OB Kuhn hat viel zu wenig getan, um die prinzipielle Wohnungsmisere in Stuttgart einzudämmen“

 

Zur Meldung der StN, die Zahl der Haushalte auf der Vormerkdatei, der Notfall- und Warteliste für eine Sozialwohnung in Stuttgart, sei dramatisch angestiegen und die Stadt werde im Mai einen neuen traurigen Rekord vermelden müssen, erklärte Gabriele Reich-Gutjahr, Stuttgarter Abgeordnete und wohnungsbaupolitisch​e Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion:

 

„Die alarmierenden Zahlen bei Wohnungsnotfällen sind ein weiterer Indikator dafür, wie wenig OB Kuhn in den letzten Jahren getan hat, die prinzipielle Wohnungsmisere in der Landeshauptstadt einzudämmen. Kuhns Mantra, er wolle mit dem Wohnungsbau nicht auf den Acker gehen, ignoriert das Problem. Die massive Kritik vieler Experten an Kuhns Wohnungsbaupolitik ist mehr als begründet. Insbesondere der Appell der Caritas, es sei unumgänglich, endlich neue Baugebiete auszuweisen, sollte Kuhn zu denken geben.“

 

Der soziale Frieden einer Stadt hänge auch maßgeblich davon ab, ob Wohnraum für den Großteil der Bürgerinnen und Bürger finanzierbar bleibe, betonte Reich-Gutjahr. „Wiederholt habe ich OB Kuhn daran erinnert, dass der von ihm taxierte Jahresbedarf von 1.800 Wohneinheiten für Stuttgart an der Realität vorbeigeht“, erklärte Reich-Gutjahr. Die aus der Prognos-Studie abgeleiteten Zahlen für Stuttgart ließen, so die Stuttgarter Abgeordnete, einen Bedarf von rund 5.000 Wohnungseinheiten erkennen: „Kuhn lässt also vorsätzlich die Lücke jährlich um 3.200 Wohnungseinheiten wachsen. Es wundert mich nicht, dass sich damit auch die Wohnungsnotfälle häufen“, so Reich-Gutjahrs Fazit.