Zu Besuch beim ÖPNV-Projekt der „Neuen Arbeit“ in Feuerbach

„Demokratie lebt von der Initiative des Einzelnen –von Mensch zu Mensch.“

Zu Besuch beim ÖPNV-Projekt der „Neuen Arbeit“ in Feuerbach 

 

 

Letzte Woche hatte ich Gelegenheit mich mit einem Projekt der „Neuen Arbeit“ in Feuerbach vertraut zu machen,  das sich an Menschen wendet, die es schwer haben, eine neue Festanstellung auf dem 1. Arbeitsmarkt zu finden. Langzeitarbeitslose, meist über 50 Jahre, erhalten hier die Möglichkeit einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen, die dem Gemeinwohl dient, und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

Als ÖPNV-Betreuer sorgen sie für Sauberkeit und Sicherheit an den S-Bahnhöfen.

Es hat mir sehr imponiert, wie hier vormalige Handwerker, Kaufleute, Tierpfleger, Gastronomen und Kleinunternehmer versuchen, aus eigener Kraft ihre Situation zu verbessern. Sie wollen der „Falle“ aus Frustration und dem Gefühl, nicht mehr gebraucht zu entgehen, entkommen, was selbst für starke Charaktere nicht einfach ist.

Bei unserem Gespräch sprachen wir über die individuellen Lebenswege und über Themen wie zahlbarer Wohnraum, günstiger ÖPNV oder die kostenfreie Nutzung kultureller Einrichtungen.


Einen wertvollen
Beitrag leisten auch die sogenannten DemokratiebegleiterInnen bei der „Neuen Arbeit“, die Langzeitarbeitslose ermutigen, ihr Recht auf demokratische Teilhabe wahrzunehmen, indem sie z. B. Museumsführungen, Workshops zu gesellschaftsrelevanten Fragen, Bildungsreisen oder Bürgersprechstunden mit Politikern planen und ausrichten. Demokratie lebt von der Initiative des Einzelnen – von Mensch zu Mensch.