Gespräch mit Frau Bänder, Sprecherin der „Integrationshilfe Sillenbuch GF32“

Gestern war Susann Bänder, Sprecherin der Integrationshilfe Sillenbuch GF32″ zu Gast bei mir im Landtag. 

 

Die selbständige Unternehmerin engagiert sich seit 2015 mit Passion und Leidenschaft als eine von 50 Ehrenamtlichen in ihrem Stadtteil für die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. Drei Schwerpunkte wurden gebildet: Sprache, Berufsintegration und EDV Anwendung. Dabei schöpft sie aus ihrer interkulturellen Erfahrung als frühere Daimler-Mitarbeiterin und aus ihrem großen Erfahrungsfundus als Coach.: „Spracherwerb, Ausbildung und Qualifizierung sind Schlüsselgrößen bei der erfolgreichen Integration von Menschen, die aus Krisengebieten geflohen sind, um bei uns eine neue Heimat zu finden. Bislang haben wir 140 Flüchtlinge betreut und davon über 20 Prozent auf dem Arbeitsmarkt vermitteln können.“ 

 

Neben der individuellen Hilfe bei der beruflichen Orientierung und dem Erstellen von Bewerbermappen ist insbesondere das persönliche Netzwerk der einzelnen Ehrenamtlichen entscheidend für die Vermittlung in die Arbeitswelt. Dies gilt für ausgebildete Geflüchtete genauso wie für Menschen ohne berufliche Bildung.

In Stuttgart gibt es regelmäßig einen Austausch mit den Berufsintegrationslotsen der Stadt und Vernetzungstreffen der 42 Freundeskreise. Um noch mehr Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren, sind Praktika aber auch persönliche „Paten“ in Firmen unerlässlich.

 

Generell benötigen wir ein Einwanderungsgesetz, damit Menschen mit Duldung, die sich gut integriert haben, eine Chance erhalten, hier zu bleiben.

 

Alle bisherigen Erfahrungen lassen erkennen, welche Bedeutung jenen Menschen zukommt, die sich persönlich um Flüchtlinge kümmern. Die Freundeskreise zeigen, wie viel Menschen bewegen können, die nicht darauf warten, dass der Staat alle Aufgaben übernimmt, sondern die aktiv werden, Verantwortung übernehmen und ihre Kommunen mit gestalten, im Kleinen wie im Großen. ​