Reich-Gutjahr: ÖPNV und Autoverkehr sollten harmonisiert werden

 

Zur Berichterstattung in der STZ/28.09.2017: „Wir brauchen einen Masterplan“

 

 

Reich-Gutjahr: ÖPNV und Autoverkehr sollten harmonisierst werden

 

Das Stuttgarter Image-Problem hätte bei weitem nicht die aktuelle Dimension erreicht, würde ein Masterplan vorliegen

 

Das heute in der STZ veröffentlichte Interview mit renommierten Branchenvertretern des Stuttgarter Einzelhandels, in dem die brisante Situation des Stuttgarter Handels diskutiert und kritisch erörtert wird, ist für Gabriele Reich-Gutjahr, die Stuttgarter Landtagsabgeordnete und wirtschaftspolitische Sprecherin der FDP/DVP Fraktion, ein guter Indikator dafür, was sich ändern sollte, um dem Stuttgarter Handel mittel- und langfristig ein stabiles Fundament zu geben:

 

„Der Appell von Sabine Hagmann, der Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg, endlich die Verkehrssituation in der Landeshauptstadt auf Grundlage eines Masterplans zu verbessern, spricht mir aus der Seele. Sollten die Landesregierung nicht gegen die drohenden Fahrverbote in Stuttgart Berufung einlegen, wird die Situation noch an zusätzlicher Brisanz gewinnen und für den Handel eklatante Folgen nach sich ziehen. Die Existenz vieler Einzelhändler hängt ganz maßgeblich davon ab, wie leicht die Innenstadt zu erreichen ist und ob der ohnedies schon knapp bemessene Parkraum keine weiteren Beschränkungen erfährt.

 

Frau Hagmanns exemplarische  Rechnung, dass allein durch den Wegfall von 200 Parkplätzen in der Innenstadt dem Stuttgarter Handel jährlich mindestens zehn Millionen Euro verloren gingen, belegt auf drastische Weise, dass OB Kuhn damit beginnen sollte, sein Stadtkonzept zu überdenken. Gesunde Luft ist unerlässlich, doch dieses Ziel zu erreichen, sollte nicht zu Lasten jener gehen, die maßgeblich dazu beitragen, den Wohlstand unserer Kommune zu begründen.

 

Das Stuttgarter Image-Problem hätte bei weitem nicht die aktuelle Dimension erreicht und zahlreiche Tagestouristen von einem Besuch der Landeshauptstadt abgehalten, würde ein Masterplan vorliegen, um ÖPNV und Autoverkehr zu harmonisieren, ohne, wie OB Kuhn, darauf zu beharren, das Auto müsse komplett aus der Innenstadt verschwinden. Es wäre schön, wenn jetzt  Schritte unternommen würden, konstruktive Maßnahmen im Interesse des Handels und der Stuttgart-Besucher zu setzen.“